Adventsbrunch mit kleinen Überraschungen

Der Adventsbrunch der Gemeinde am dritten Adventssonntag 2011 hielt einige Überraschungen bereit ...

Vor längerer Zeit kam im Kreis der Jugend die Frage auf, welches Geschenk man den Senioren der Gemeinde zu Weihnachten bereiten könnte. Selbst gebastelt sollte es sein – das war klar. Aber warum nur für die Senioren und nicht für alle Gemeindemitglieder?

Der Vorschlag, Lesezeichen für alle zu basteln, fand bald breite Zustimmung. Doch besondere Lesezeichen sollten es werden – persönlich und mit einem Bezug zu unserem Glauben an Gott. Es wurden eigens geschossene Fotos bearbeitet und ein einmaliges Design geschaffen, eine Arbeit, für die viele Stunden Zeit geopfert wurden. Auf die Lesezeichen sollten nun noch Sprüche, die zum Nachdenken anregen. Dazu wählten die Jugendlichen kurze aber inhaltsreiche christliche Zitate von Peter Hahne aus und so entstanden 16 unterschiedliche Motive mit passenden Gedanken. Hier ein paar Beispiele:

  • „Erfüllt ist ein Tag, wenn ich ihn von Gott annehme, in seinem Namen beginne und in seine Hände wieder zurücklege.“
  • „Gewisse Hoffnung schenkt einen weiten Blick.“
  • „Die ganze Schöpfung trägt Gottes Fingerabdruck.“
  • „Je tiefer unsere Wurzeln im Glauben, desto größer der Halt im Leben.“
  • „Glaube ist keine Rückversicherung für schlechte Zeiten, sondern Grundversorgung für das tägliche Leben.“
  • „Glauben heißt: wissen, was trägt.“

An drei Abenden wurden in jugendlicher Gemeinschaft die Lesezeichen beklebt, geschnitten, gelocht und mit einem Band versehen. Bei über 200 Stück erforderte dies einige Zeit.

Die fertigen Lesezeichen wurden dann in die Tischdekoration für den Adventsbrunch nach dem Gottesdienst am dritten Advent integriert und an alle Anwesenden verteilt.

Aber die Jugend hatte noch eine weitere Überraschung für die Gemeinde parat. So wurde während des Brunches auch der von den Jugendlichen für den Mitteldeutschen Jugendtag (MJT) 2011 gedrehte Film „NAK - Switch“ gezeigt. Die Ankündigung: „Unter dem zentralen Thema Seelsorge werden aktuelle, aber auch religiöse Themen aufgegriffen und parodiert. Die zum Teil stark überspitzt dargestellten Szenen, welche mittendrin voneinander unterbrochen und willkürlich zusammengewürfelt erscheinen, punkten mit absoluter Lachgarantie, regen aber auch zum Nach- und Weiterdenken an. Fazit: Zurücklehnen. Anschauen. Amüsieren!“ versprach nicht zu viel. Aus dem 20-minütigen Film wurde sehr deutlich, wie sich unsere Jugend eine Seelsorge vorstellt – und wie sie nicht sein sollte. In dem Film waren nicht nur bekannte jugendliche Gesichter aus der Gemeinde zu sehen, sondern der Film war auch in der Kirche Leipzig-Mitte gedreht worden, wodurch der Wiedererkennungseffekt für die Gemeinde sehr groß war. Zum Glück konnten die Zuschauer aber auch resümieren, dass vieles lachhaft Kritisierte nicht auf die Gemeinde zutraf. Trotzdem: das Amüsante regte zum Nachdenken an und lud zum Diskutieren ein.

Die Kinder rundeten mit einem Musikbeitrag den „kulturellen“ Rahmen des Adventsbrunches ab.

Auch für das leibliche Wohl der über 250 Anwesenden war gesorgt. Viele Geschwister hatten kulinarische Leckerbissen mitgebracht, so dass keiner hungrig wieder nach Hause gehen musste. In Gesprächen rückten die, die sich noch nicht näher kannten, ein Stück zusammen. Ein gelungenes Beisammensein – allen Beteiligten ein großes Dankeschön für alle Arbeit und Mühe!

Text: K.C., B.B., G.B.; Fotos: L.G.