Danke, für meine guten Freunde

Die Flitzefinger (Nachwuchsinstrumentalisten) der Gemeinde Leipzig-Mitte begaben sich zum Erntedank 2015 auf Probenreise zu ihrer Partnergemeinde ins Frankenland. Mit 21 Herzen voll Dankbarkeit blicken sie zurück:

Nanu, heute ist kein Eingangslied angesteckt? Bevor man darüber genauer nachgedacht hat, drückt einem schon ein junger Bruder einen Flyer in die Hand – mit bunt bemalten Händen, die Ähren halten, Körben mit Obst und Gemüse; alles fleißig ausgemalt. Auf der Innenseite befindet sich …der Text des Eingangsliedes. Der nächste Blick zum Altar – gebastelte Kürbisse sind liebevoll in den Altarschmuck integriert. Junge Hände haben Figuren aus Kastanien, Nüssen, Eicheln und Maiskolben gebastelt und dazugestellt.

Nun sitzen sie gemeinsam im Gottesdienst in Nürnberg Südwest: Leipziger und Nürnberger Kinder. Gemeinsam haben sie auch den ganzen Samstag gearbeitet. Sie haben für den Gottesdienst geprobt, mit und ohne Instrument, mit und ohne Gemeindechor. Sie haben für die Dekoration am Altar gesorgt und auf dem sonnigen Kirchenhof Kicker gespielt.

Zaghaft erklingt am Klavier das angekündigte Eingangslied „Danke, für diesen guten Morgen“. Nach einigen Strophen übernimmt der Organist und als das Vorspiel erklingt, zeigen die Ersten gleich, dass sie es bereits können. „So lasst uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. Gutes zu tun und mit andern zu teilen vergesst nicht; denn solche Opfer gefallen Gott.“ Auf dieses Bibelwort haben Kinder, Instrumentalisten und Chor eine Antwort parat: „Lasst uns miteinander singen, loben, danken dem Herrn. Lasst es uns gemeinsam tun…“ Und genau das tun sie auch: herzlich, freudig und gemeinsam.

So wurden die Früchte der Arbeit des Wochenendes sicht- und hörbar. Und sie schmeckten nach mehr, denn Freude steckt an, motiviert, schweißt zusammen.

Jedes Kind hatte am Samstag einen persönlichen Briefkasten vorgefunden. Dieser wollte gefüllt werden. So nutzten viele Kinder und auch Erwachsene das Angebot, vorbereitete Briefe auszufüllen, mit Handynummer zu versehen, nach Anleitung zu falten und einem Kind in den Kasten zu stecken. Was in den Briefen steht, unterliegt dem Postgeheimnis. Aber auf den Gesichtern konnte man sehen, wie viel Freude sie ausgelöst haben!

Und die (sogenannten) Erwachsenen? Sie haben die Zeit genutzt

  • sich und Nürnberg bei einem Stadtrundgang kennenzulernen
  • die Kinder durch den Tag und mit Instrumenten zu begleiten
  • gemeinsam die Essenversorgung zu stemmen
  • zu Kickern
  • zu basteln
  • sich auszutauschen und
  • neue Projekte zu planen.

Der Abschied fiel nicht ganz so schwer, ist das nächste Treffen doch bereits gebucht.

„Danke, dass in der Fern‘ und Nähe du die Menschen liebst.“

Text: S.K., Fotos: M.W.