Palmsonntag mit dem Apostel

Am Palmsonntag besuchte Apostel Jens Korbien die Gemeinde. In dem Gottesdienst wurden zwei Erwachsene versiegelt und zwei Amtsbrüder in den Ruhestand versetzt.


Der Apostel legte dem Gottesdienst das Bibelwort Johannes 12, 14-16 zu Grunde:

„Jesus aber fand einen jungen Esel und ritt darauf, wie geschrieben steht: Fürchte dich nicht, du Tochter Zion! Siehe, dein König kommt und reitet auf einem Eselsfüllen. Das verstanden seine Jünger zuerst nicht; doch als Jesus verherrlicht war, da dachten sie daran, dass dies von ihm geschrieben stand und man so mit ihm getan hatte.“

Vor der Lesung zum Palmsonntag erinnerte der Kinderchor der Gemeinde mit dem Kinderlied „Jesus zieht in Jerusalem ein“ an das Geschehen zu damaliger Zeit.

Der Apostel führte in seiner Predigt folgende Gedanken aus:

  • Bei seinem Einzug in Jerusalem jubelten die Menschen Jesus zu. Aus ihrer jeweiligen persönlichen Situation heraus hatten sie unterschiedlichste Erwartungen an ihn, die er jedoch nicht erfüllte. Denn Jesus war gekommen, um durch sein Opfer Erlösung für die Menschen zu bringen.
  • Die Jünger Jesu waren durch die Geschehnisse überfordert und verstanden sie nicht. Trotzdem vertrauten sie Jesus und erkannten später, dass sein Leiden Gottes Willen entsprach und er damit die Schrift erfüllte.
  • Auch wir haben heute Erwartungen an Gott. Oftmals verstehen wir sein Handeln nicht und sind enttäuscht von ihm, von der Kirche oder der Gemeinde. Es ist Aufgabe eines jeden Einzelnen, Gott richtig zuzuhören, das Wesentliche zu erkennen und anhand dessen seine Erwartungen zu überprüfen. Auch, wenn wir Gottes Handeln manchmal nicht verstehen, wollen wir wie die Jünger Jesu dem Herrn vertrauen und bei ihm bleiben. Dazu schenkt Gott seine Hilfe.
  • Der Heilige Geist macht Christus in uns groß und zeigt uns damit die Größe Gottes in seiner Liebe und Zuwendung zu uns.

Anschließend bat der Apostel Priester Markus Wagner, der in diesem Gottesdienst in den Ruhestand versetzt wurde, noch einmal um einen Predigtbeitrag. Dieser forderte die Zuhörer auf, fair zu denen zu sein, die predigen und keine überzogenen Erwartungen zu haben, und appellierte an die Amtsbrüder, die Bedürfnisse und Erwartungen der Gemeinde allzeit in den Mittelpunkt ihres Dienens zu stellen.

Die Gemeinde freute sich über die Versiegelung von zwei Erwachsenen. In seiner Ansprache zu der sakramentalen Handlung ging Apostel Korbien auf die Erwartungen im Zusammenhang mit diesem Ereignis ein. Durch die Versiegelung erfolgt kein Donnerschlag, sondern es wird ähnlich wie bei einem Samenkorn etwas in das Herz hineingelegt. Damit sich daraus etwas entwickeln kann, braucht es Zeit und Pflege. Die Wirkung der Versiegelungshandlung ist oft erst später im Leben zu spüren.

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles und der Feier des Abendmahles für die Entschlafenen versetzte der Apostel Priester Markus Wagner und Diakon Roland Danner in den Ruhestand. Beide Brüder waren weit über dreißig Jahre als Amtsbrüder tätig. Apostel Korbien und Hirte Gerd Barleben, Vorsteher der Gemeinde Leipzig-Mitte, dankten ihnen für ihre Mitarbeit und ihren Frauen für die geleistete Unterstützung.

Neben Orgel und Kinderchor trugen auch der Gemeindechor und das Gemeindeorchester zur musikalischen Ausgestaltung des Gottesdienstes bei.

AVH, Fotos: L.G.