Gut, dass wir einander haben - Teil 4

Mit großer Vorfreude starteten am Freitag nach Himmelfahrt 55 Geschwister aus Leipzig-Mitte in Richtung Kurpfalz, um dort zum zweiten Mal bei den Partnergemeinden Walldorf, Wiesloch-Baiertal und Wiesloch (kurz WaBaWie genannt) ein Wochenende mit lieb gewordenen Freunden zu verbringen. Es war das insgesamt vierte Treffen der vier Gemeinden.

Ankunft und gemütliches Beisammensein

Die Sonne strahlte, die Wetteraussichten waren bestens und alle waren gut gelaunt. Als der Bus nach gut 7-stündiger Fahrt am Kongresshotel Palatin in Wiesloch eintraf, warteten schon etliche Geschwister und schwenkten ein Willkommensbanner, um die Gäste zu begrüßen. Der Empfang war gewohnt herzlich: strahlende Augen, liebe Umarmungen, Wiedersehensfreude pur.

Nach dem Einchecken im Hotel und einer kurzen Verschnaufpause machte sich die Leipziger Truppe auf zum nahe gelegenen Buffetrestaurant „Wimmers Landwirtschaft“, wo bereits zahlreiche Geschwister aus den Partnergemeinden versammelt waren. Bei einem reichhaltigen Speisen- und Getränkeangebot verbrachten alle einen gemütlichen und unterhaltsamen Abend mit schönen, aber auch tiefgehenden Begegnungen. Viele kannten sich bereits von dem letzten Treffen in Wiesloch oder den zwei Besuchen der Geschwister aus WaBaWie in Leipzig, andere lernten sich kennen. Es war ein schönes Miteinander.

Ausflug nach Speyer

Am Samstag stand ein Ausflug in die nahe gelegene Stadt Speyer auf dem Programm. Begleitet wurden die Leipziger von Marko Blume aus der Gemeinde Wiesloch-Baiertal, der ihnen auf dem Weg nach Speyer Besonderheiten der Region, aber auch die Kirchengebäude der drei Partnergemeinden und ihre Besonderheiten vorstellte. Jede der Kirchen hat ihren ganz eigenen besonderen Charme. Wiesloch-Baiertal besitzt ein wunderschönes Grundstück, in Wiesloch nutzen die Kinder für ihren Unterricht einen neben dem Kirchengebäude stehenden Bauwagen und die Kirche in Walldorf ist ein historisches Gebäude, das einmal eine Synagoge war.

In Speyer angekommen, standen verschiedene Aktivitäten zur Auswahl. Eine Gruppe besuchte das Technikmuseum, eine zweite Gruppe erkundete die Unterwasserwelt des Sealife-Museums. Der  größte Teil der Reisegruppe aber begab sich auf eine gut zweistündige Dom- und Stadtführung. Der Kaiser- und Mariendom zu Speyer ist eine romanische Kathedrale aus dem 11. Jahrhundert und steht seit 1981 auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Er beherbergt auch die Gräber der deutschen Kaiser. Neben der Krypta beeindruckte die schlichte Ausgestaltung der Kathedrale sowie die neue Hauptorgel, die 2011 eingeweiht wurde und oberhalb der Sängerempore auf einer speziellen Tragekonstruktion ruht.

Auch außerhalb des Doms hat Speyer einiges zu bieten: malerische alte Fachwerkhäuser, kleine idyllische Gassen und ein original erhaltenes jüdisches Ritualbad (Mikwe). Die Sonne und die sommerlichen Temperaturen meinten es besonders gut, so dass die raren Schattenplätze sehr geschätzt wurden. Eine willkommene Abkühlung im Springbrunnen, leckeres Eis oder ein Bummel durch die vielen kleinen Läden der Speyrer Altstadt rundeten den Besuch ab.

Baustellenbesichtigung

Auf der Rückfahrt nach Wiesloch gab es einen kleinen Zwischenstopp an der Baustelle des neuen Gemeindezentrums des Partnergemeindeverbundes. Ende März fand der Spatenstich statt. Seither hat sich dort vieles getan, wovon sich die Leipziger überzeugen konnten.