Gut, dass wir einander haben - Teil 4 (Fortsetzung)

Vom 26. - 28. Mai 2017 besuchten 55 Geschwister aus Leipzig-Mitte ihre Partnergemeinden Walldorf, Wiesloch-Baiertal und Wiesloch (kurz WaBaWie genannt). Nach einem gemütlichen Abend am Anreisetag und einem interessanten Ausflug nach Speyer (siehe erster Teil) fand ein gemeinsames Grillfest statt. 

Gemeindefest

Gegen 17.00 Uhr traf schließlich der Bus an der Mensa des Ottheinrich-Gymnasiums ein, wo ein gemeinsames Grillfest stattfand. Bei leckeren Würstchen, Steaks und vielen Salaten musste keiner hungrig bleiben.

Nun war es für die Leipziger an der Zeit, Danke zu sagen für die erlebte Gastfreundschaft. Die mitgereisten Kinder überreichten die von den Kindern aus Leipzig-Mitte gebastelte Bibel-Geschichtenkiste zum Thema „Elia und die Raben“. Außerdem gab es für die Kinder der Partnergemeinden Mundharmonikas, die getreu dem Jahresmotto 2017 zur Ehre Gottes erklingen sollen. Vielleicht gründet sich in Wiesloch schon bald ein kleines Kinder-Mundharmonika-Orchester?

Für die neue Kirche wurde ein symbolisches Bäumchen mit einem Gutschein für einen großen Baum für den neuen Kirchengarten und eine mit dem Partnerschaftsmotto „Gut, dass wir einander haben“ beschriftete Holzstehle übergeben. Viel gab es zu erzählen, Freud und Leid wurden miteinander geteilt.

Am Abend war binnen kurzer Zeit der Saal für den Gottesdienst am Sonntag hergerichtet. Viele packten mit an. Danach blieb sogar noch Zeit für eine kleine offene Chor- und Orchesterprobe.

Etwas geschafft, aber glücklich und angefüllt mit vielen verschiedenen Eindrücken ging es zurück ins Hotel.

Sorgen, Freuden, Kräfte teilen

Die Feier des Gottesdienstes am Sonntagmorgen sowie das gemeinsame Singen und Musizieren zählten zu den Höhepunkten der Reise. Der Altar auf der Bühne der Mensa war mit bunt bemalten Holzblumen, die die Kinder aus WaBaWie gebastelt hatten, geschmückt.  Bezirksevangelist Klaus Egolf, Vorsteher der Gemeinde Wiesloch, hielt den Gottesdienst. Dieser stand unter dem Bibelwort aus Johannes 16, 7: „Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.“

Zu Beginn sang der gemeinsam gebildete Chor das Lied „Du hast uns als Gemeinde in deinen Dienst gestellt“ (CB Nr. 352), wo es im Refrain heißt „Gemeinsam stehen wir vor dir … wir loben und preisen dich“. Bezirksevangelist Egolf stellte besonders die Stärke dieser Gemeinschaft in den Mittelpunkt. „Sorgen, Freuden, Kräfte teilen“ – heißt es so schön im Refrain des Gemeindepartnerschaftsmottos „Gut, dass wir einander haben“ (CB 356). Dass diese Gemeinschaft auch tröstet, hat man in der Zeit des Beisammenseins verspürt. Beide Gemeinden hatten in den Tagen zuvor liebe Geschwister in die Ewigkeit abgeben müssen.

Im Ausblick auf das bevorstehende Pfingstfest beschrieb der Bezirksevangelist die Auswirkungen des Heiligen Geistes: er lässt die Gläubigen näher zusammenrücken, ist ihnen nahe und hilft in allen Situationen.

Gemeinsam mit den Kindern, die zeitgleich während der Predigt zur Vorsonntags- und Sonntagsschule versammelt waren, erlebte die Gemeinde die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahles.

Am Ende des Gottesdienstes stimmten alle Anwesenden das Lied des Internationalen Kirchentages „Singt ein Lied von Gott“ (CB 344) an. Der Refrain „Gott ist da, ist dir unbegreiflich nah“ unterstrich die Kernaussage des Gottesdienstes. Und der Chor setzte mit dem noch einmal zu Gehör gebrachten  Partnerschaftsmotto „Gut, dass wir einander haben“ (CB 356) einen schönen Schlusspunkt.

Danach strömten alle für ein gemeinsames Gruppenfoto nach draußen. Und auch diesmal musste keiner hungern. Die Grills wurden wieder angeheizt, Salate aus dem Kühlschrank geholt und es gab Hamburger, für manch einen zum ersten Mal im Leben.

Gott mit euch, bis wir uns wiedersehen

Spätestens als das Lied „Gott mit euch, bis wir uns wiedersehen“ angestimmt wurde, war die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Herzliche Umarmungen, liebe Worte, Vespertüten für die Reise, Dankbarkeit im Herzen und manche Tränen in den Augen, winkende Geschwister und ein Abschiedsbanner, auf dem „Auf Wiedersehen“ zu lesen war, spiegeln die Emotionen dieser Augenblicke wider.

DANKE!

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen dieser Tage beigetragen haben. Auch der freundliche und fürsorgliche Busfahrer, der die Reisegruppe sicher chauffiert hat, soll nicht vergessen werden.

In den Herzen bleibt die Erinnerung an ein wunderschönes Wochenende. Gut, dass wir einander haben und Sorgen, Freuden, Kräfte teilen. Das nehmen wir mit bis zur nächsten Begegnung.