Seniorenausflug zur Bienenfarm in Rehbach (OT von Leipzig)

Am Donnerstag, 13.9.2018 kamen 70 Senioren mit Fahrgemeinschaften aus Leipzig-Mitte und Leipzig-Plagwitz, sowie weiteren ehemaligen Leipzigern, in Rehbach zusammen.
Rehbach ist eines von 6 der in Deutschland denkmalgeschützten Dörfer.

Es ist ein Ring- und Angerdorf, das heißt, die Struktur der Anlage darf nicht verändert werden. Um den Anger finden sich eine Anzahl größerer Bauernhöfe. In der Mitte steht eine Chorturmkirche, wo wir vom Pfarrer empfangen wurden. Herr Albani sprach von der Kanzel für alle sehr gut verständlich, dass die Kirche aus dem 14. Jahrhundert stammt und später im Barockstil umgebaut wurde. Seit 2005 wird sie saniert. Sie ist eine beliebte Hochzeitskirche. Zum Schluss sangen wir gemeinsam 2 unserer Lieder, was den Pfarrer sehr beeindruckt und gefreut hat. 
Danach gingen wir die wenigen Schritte zur Bienenfarm Kern. An runden Tischen in der sanierten Scheune nahmen wir Kaffee und Kuchen – auch „Bienenstich“ - ein. Im Jahr 1996 ist Familie Kern nach Rehbach gekommen, hat die ehemalige Milchviehanlage der LPG umgebaut und 1998 als Bienenfarm Kern eröffnet. Herr Kern berichtete uns über die Haltung der Bienen und die Arbeit der Imker. Er besitzt 300 Völker.
In einem Bienenstock, auch Beute genannt, leben bis zu 80.000 Bienen. Innen herrscht eine konstante Temperatur von 35 °C. Eine Bienenkönigin ist etwas größer als die Arbeitsbienen, sie legt ca. 2.000 Eier am Tag und ihre Lebensdauer beträgt 3-4 Jahre. Wenn die Beuten nachts umgesetzt werden –> den Blüten nach – haben Bienen kein Problem: sie haben eine super Navigation und finden wieder, wo sie am Morgen ausfliegen. Die Hauptaufgabe der Bienen ist die Bestäubung: 80 % aller auf Fremdbestäubung angewiesen Pflanzen wird von ihnen durchgeführt. Ihre Nahrung besteht ausschließlich aus Nektar. Der Honig wird alle 3 – 4 Tage vom Imker in einer Zentrifuge geschleudert Als Ersatznahrung erhalten die Bienen Zuckerlösung – vorrangig in der Ruhezeit. Etwa Ende September bis März des Folgejahres ist Ruhezeit. 
Während der anschließenden Führung durch den Garten wurde uns in einem Schaukasten auch die Bienenkönigin (markiert) gezeigt. Im angrenzenden Hofladen wurde mancher EURO in Honigprodukte umgetauscht. 
Nach den Führungen ließen sich einige Geschwister noch Flammkuchen und andere Dinge sowie den Federweißer schmecken.
Als Fazit müssen wir bekennen:     Bienenvölker sind eine faszinierende Gemeinschaft!
Wir haben viel gelernt und uns in der Gemeinschaft wieder sehr wohl gefühlt. Danke an die Organisatoren, unsere Seniorenbeauftragten und die Idee!