Ich hab ein Heim - Querschnitt einer Freizeit

Die ganze Heimfahrt begleitet diese Melodie einige Reisende nach Leipzig, Nürnberg oder Heidelberg. Sie kommen von einer mehrtägigen Freizeit, welche die 3 Partnergemeinden in die vogtländische Stadt Plauen unternommen haben.

 

Drei Tage zuvor, am 29.6.2018 bezogen sie ihre Zimmer in der Jugendherberge „Alte Feuerwache“. Die Wiedersehensfreude war groß, war doch das letzte Treffen für Manche schon 2 Jahre her. Gemeinsam wurden das Haus, die Stadt und die Umgebung erkundet. Groß und Klein nutzten die  milden Temperaturen, bei Sport und Spiel, im Gespräch oder beim Zuhören, die Mitglieder der Reisegruppe kennenzulernen. So kamen einige erst weit nach Mitternacht ins Bett.

Ich hab ein Heim - Die gemeinsame Heimat von Juden und Christen

Am Samstag führte der Weg nach Reichenbach ins jüdisch-christliche Begegnungszentrum. Das Heim Gottes, die Stiftshütte, der Salomonische Tempel und der Tempel des Herodes, waren hier maßstabsgerecht und detailreich dargestellt. Mit umfassendem Bibelwissen erklärte der Erbauer und Initiator der Ausstellung Momente und Begebenheiten in Jesu Leben. Wie häufig sprach Jesus vom Tempel, beobachtete das Treiben dort und nahm in Gleichnissen Bezug darauf. Vieles wurde hier aus der Sichtweise des damaligen Lebens lebendig, was man vorher nicht verstand. Das war praktischer Religionsunterricht für alle Altersgruppen; ein Geheimtipp sozusagen.

Das schöne Wetter und die großen Außenanlagen des Parks der Generationen luden nach dem Mittagsimbiss zum Bewegen oder Verweilen ein. Die Freizeit wurde auch individuell zum Erkunden der Talsperre Pöhl oder der Göltzschtalbrücke genutzt. Dieses besondere Bauwerk ist bereits seit 1851 ein Teil der sächsisch-bayrischen Eisenbahn, welche die Städte Leipzig und Nürnberg verbindet. So gab es viele Gesprächs- und Kontaktmöglichkeiten, welche im Alltag, auch in der eigenen Gemeinde, zu oft zu kurz kommen. Auch dank des tollen Wetters – ein Kurzurlaub für Körper und Seele.

Ich hab ein Heim – Einmal Himmel und zurück

Nach dem Abendessen wartete eine besondere Vorbereitung auf den Gottesdienst für die Entschlafenen auf die Reisegruppe: „Einmal Himmel und zurück – Erfahrungen göttlicher Liebe im Nahtod“ hatte eine Leipziger Schwester ihren Vortrag genannt. Tiefgreifende Erlebnisberichte, wissenschaftlich und aus psychologischer Sicht betrachtet, ließen einen kleinen Blick in unsere zukünftige Heimat zu - überwältigend, nachdenklich und dankbar. 

Ich hab ein Heim – du auch

Der Gottesdienst für die Entschlafenen fand in der Gemeinde Plauen statt. Die kurzweiligen Wortbeiträge und im Besonderen die wechselnden musikalischen Beiträge berührten sehr. So nutzten manche den umfangreichen Brunch nach dem Gottesdienst nicht nur zum Essen, sondern bildeten sich gleich musikalisch weiter. Die liebevolle Rundumversorgung durch die Plauener Geschwister erleichterte den Abschied nicht, auch wenn (oder gerade weil) den Anwesenden  herzlich locker und ausdauernd der Marsch geblasen wurde.

Und so summt es immer noch, obwohl die irdische Heimat schon zu sehen ist – Ich hab ein Heim.

Ein herzlicher Dank an alle!