Ein Segen für die Gemeinde

In einer wunderbaren Atmosphäre haben wir uns am vergangenen Sonntag auf die fortwährende Adventszeit gemeinsam mit unserem Apostel Jens Korbien eingestimmt. Ein Festgottesdienst mit vier Versiegelungen und sechs Amtseinsetzungen

"Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" - verstärkt durch Orchester und Blechbläser erfüllte dieses Adventslied die Kirche und eröffnete den Festgottesdienst zum zweiten Advent. Dem Gottesdienst lag ein Wort aus dem Hymnus des Johannesevangeliums zu Grunde: „Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“ (Joh1, 5) Im Advent geht es um Stimmung, um das Ansprechen der Geschmackssinne, um die besonderen Speisen dieser Zeit, in der Gott erfüllt, was er verheißt. Gutes ist nahe, und das Licht, das uns durch Christus scheint, berührt unsere Seelen tief.

Gottesdienst sei mehr als nur Predigt manifestierte unser Apostel. Das gemeinsame Musizieren, die Gemeinschaft in Jesu Christi, das gemeinsame Feiern des Heiligen Abendmahls, alles Elemente, die den Gottesdienst zu einem wahren Gotterleben gestalten.

"Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott." Christus wurde das Wort, das Licht. Das Licht, dass in der Finsternis scheint und uns tiefe Freude und Frieden schenkt. So wie die Sonne, unbeeindruckt von den irdischen Geschehnissen, immer wieder aufgeht, so scheint auch Christus, das Licht, in unserem Leben. Die Botschaft: Seid Licht in dieser Welt, erneuert euch in Demut, lasst euch vom Heiligen Geist leiten, um Christus zu erkennen. Jeder kann Jesus Christus den Herrn nennen, durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Bezirksältester Thomas Cramer sprach über die bevorstehende Weihnachtsatmosphäre und das Licht, dass Wärme schenkt. Er erinnerte an Paulus Worte in den Thessalonicher-Briefen und betonte die Sicherheit, dass Christus wiederkommen wird. Als Kinder des Lichtes und Kinder des Tages durch die Taufe sind wir aufgefordert, unsere persönlichen Begabungen leuchten zu lassen. Es macht die Welt ein Stück wärmer, liebevoller und friedlicher.

Voller Freude und Hoffnung blicken wir auf den kommenden Tag, wenn unser Herr kommt. In diesem Sinn wurde eine eilige Angelegenheit behandelt: die heilige Versiegelung. Kinder Gottes geworden an einem Adventssonntag. Die Gemeinde wurde aufgefordert, sicherzustellen, dass Kinder aktiv mitwirken und gestalten. Eine wertvolle Aufgabe mit viel Segen und großer Dankbarkeit.

Nach der Versiegelung wurde der Gemeinde Leipzig-Mitte ein weiterer besonderer Segen zu Teil. Für die Gemeinde wurden sechs Amtseinsetzungen vorgenommen. Eine Diakonin wurde neu ordiniert, ein weiterer Diakon in der Gemeinde bestätigt und vier weitere Diakone zum Priester ordiniert. Alle neu eingesetzten Amtsträger erlebten ihre Kindheit und teilweise ihre Jugendzeit nicht in der Gemeinde Leipzig-Mitte. Apostel Korbien sendete einen stillen Gruß verbunden mit Dankbarkeit an alle Wegebegleiter in der alten Heimat, die damals und heute Vorbereitungsarbeit für diesen Moment der Ordination geleistet haben.

Herzlichen Dank für alle Gebete und alle Mitwirkungen von der Musik über Blumenschmuck bis zur Technik, damit dieser Gottesdienst ein wahrlicher Festgottesdienst wurde!